Moshe Zuckermann (Pleisweiler Gespräch / NachDenkSeiten)

 

Pleisweiler Gespräch (NachDenkSeiten) mit Moshe Zuckermann

Samstag, 21.09.2019, 12 Uhr, Pleisweiler-Oberhofen, Weinstraße 71, Nonnensuselhalle

 

Offizielle Einladung: https://www.nachdenkseiten.de/?p=53728
 
Siehe auch die Anhänge dieses Kalendereintrages.

 

Der Deutschlandfunk über Zuckermann und sein neues Buch (19.10.2018):
 
"Der heute fast 70-jährige Intellektuelle erforscht immer aufs Neue Schmerzpunkte im israelischen und deutschen kollektiven Bewusstsein. Er [...] veröffentlichte unter dem Titel "Wider den Zeitgeist" Aufsätze und Gespräche über Juden, Deutsche, den Nahostkonflikt und Antisemitismus und identifizierte den Antisemitismus-Vorwurf als Herrschaftsinstrument. [...] Jetzt ist sein Buch "Der allgegenwärtige Antisemit oder die Angst der Deutschen vor der Vergangenheit" erschienen, für das er derzeit hart angegriffen wird. Das geht so weit, dass dem Sohn von Holocaust-Überlebenden Antisemitismus vorgeworfen wird; unter anderem, weil er einerseits die Politik seines Landes schonungslos kritisiert, aber auch den Umgang der Deutschen mit dem Antisemitismus sehr kritisch ins Visier nimmt. [...] Es gehe ihm vielmehr um die "manipulative Verwendung des Vorwurfs des Antisemitismus an Menschen die nicht antisemitisch sind, die aber als solche ausgegrenzt werden zu fremden Zwecken, die gar nichts mit dem Holocaust zu tun haben - und das hat sich in Deutschland in einer Art und Weise etabliert." Das mache ihm große Sorgen, "nicht nur aus der persönlichen Erfahrung, sondern weil ich meine, dass mit diesem Phänomen im Grunde alles unterwandert ist, was eine Gedenkkultur zu sein hätte" [...] Sein Hauptanliegen sei es zu differenzieren. So seien Juden, Israel und Zionismus drei Paar Schuhe und Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik ebenfalls. »Und das aus einem ganz einfachen Grund, weil nicht alle Juden Zionisten sind. Nicht alle Zionisten Israelis sind und nicht alle Israelis Juden sind.«"
 

Aus "DER TIEFE STAAT SCHLÄGT ZU - Wie die westliche Welt Krisen erzeugt und Kriege vorbereitet", Ullrich Mies (Hg.), 2019, Promedia Verlag, S.23,24/Einleitung):
 
"In Deutschland und in anderen EU-Staaten tobt eine Scheindebatte, die weit über den sogenannten Nahost-Konflikt hinausgeht. Menschenrechtsaktivisten, Völkerrechtler, Friedensforscher, Kulturschaffende, Theologen, Religionswissenschaftler und andere, die die rechtsradikale israelische Regierungspolitik und deren Verletzungen der Menschenrechte sowie des Völkerrechts anprangern oder auch nur zu kritisieren wagen, werden von selbsternannten Antifaschisten mit Rufmordkampagnen, Auftritts- und Redeverboten terrorisiert und sanktioniert. [...] »Der Antisemitismusvorwurf als Disziplinierungsinstrument und Diskurs-Totschläger«". [...] Doch nicht nur die Antideutschen [benutzen] den Antisemitismus als Herrschaftsinstrument, sondern auch Politiker sowie Vertreter von Kirchen und Gewerkschaften. Diese sogenannte Mitte überziehe Andersdenkende mit dem Antisemitismusvorwurf und gebe den Forderungen der Antideutschen nach, indem sie Israel-kritische Veranstaltungen und Konzerte absage."

 

[olm/30.08.19]